
Das Release 2508 liefert die neue Funktionalität, die die automatisierte Erfassung von Steuerungsdaten für die vorgangsbasierte Kapitalkonsolidierung mittels Substitutionsregeln ermöglicht. Speziell für integrierte Gesellschaften bietet diese Funktion der Substitutionsregeln den Vorteil zukünftig keine manuellen Belege mehr für das Hinzufügen der Kapitalkonsolidierungs - Aktivitäten erstellen zu müssen.
Es sind eine Vielzahl von Standard - Substitutionsregeln im neuen Release enthalten. Diese sind automatisch aktiviert und können bei Bedarf deaktiviert werden. Auch ist es möglich eigene Substitutionsregeln anzulegen.
In den Substitutionsregeln können die folgenden Steuerungsfelder berücksichtigt werden:
1.) Kapitalkonsolidierungs - Aktivität
2.) Obereinheit
3.) Beteiligungseinheit
Um eine neue Substitutionsregel anzulegen ist die App "Substitutions- und Validierungsregeln verwalten" aufzurufen. Bei der Anlage ist der relevante Geschäftskontext "Felder zur Kapitalkonsolidierungssteuerung des Konzernberichtswesens" auszuwählen.

Es kann bei den auszuwählenden Vorbedingungen eine Vielzahl von Parametern ausgewählt werden. Dazu gehören die Position, die Geschäftsperiode, die Belegart, die Unterposition und viele mehr.

In diesem Beispiel ist als Vorbedingung eine Kapital-Position in Kombination mit der Unterposition 625 zu setzen, die für Kapitalerhöhungen genutzt wird. Im Bereich Substitution ist die Kapitalkonsolidierungs-Aktivität 05 (Kapitalerhöhung) einzufügen.

In der App "Konzernbuchungsbelege anzeigen" ist nach dem Upload der Zusatzmeldedaten zu sehen, dass die Kapitalkonsolidierungs-Aktivität 05 (Kapitalerhöhung) automatisch durch die Substitutionsregel gesetzt wurde.

Lösung bringt einerseits Vorteile:
Andererseits können folgende Nachteile / Herausforderungen entstehen:
Fazit:
Die neue ABCOI-Automatisierung bringt nur dann einen Vorteil, wenn die Buchhaltungsdaten bereits in einer konsolidierungskonformen Struktur vorliegen. Fehlklassifizierungen oder fehlende Unterpositionen verhindern die Ableitung vollständig und machen manuelle Korrekturen im operativen Accounting erforderlich. Damit bleibt die Qualität der abgeleiteten Control-Daten unmittelbar abhängig von der Qualität, Vollständigkeit und fachlich richtigen Zuordnung der zugrunde liegenden Buchhaltungsinformationen.
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