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Lesezeit: 3 Minuten
Geschrieben von: INSIRE Consulting
4. Februar 2026

INSIRE informiert - ESG-Updates | Januar

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EU-Taxonomie-Update 2026: Mehr Fokus durch Materialitätsprinzip 

Mit der Veröffentlichung der Delegierten Verordnung (EU) 2026/73 am 8. Januar 2026 im Amtsblatt der Europäischen Union nimmt die EU gezielte Anpassungen an den delegierten Rechtsakten der EU-Taxonomie vor. Ziel ist es, die Anwendung der Taxonomie insbesondere im Kontext der Artikel-8-Offenlegungen praktikabler zu gestalten, ohne das regulatorische Schutzniveau zu senken. 

Im Mittelpunkt der Änderungen steht die Einführung eines Materialitätsprinzips im Taxonomie-Reporting – ein Schritt, der für viele Unternehmen eine spürbare Entlastung bedeutet. 


Einführung des Materialitätsprinzips im Taxonomie-Reporting 

Das zentrale Element der Delegierten Verordnung (EU) 2026/73 ist die formale Einführung eines Materialitätsprinzips

Was ändert sich konkret? 

(Finanz-)unternehmen sind künftig nicht mehr verpflichtet, Tätigkeiten oder Exposures, die als nicht finanziell wesentlich eingestuft werden, vollständig auf ihre Taxonomie-Konformität zu prüfen. 

Auswirkungen für Unternehmen 

  • Deutliche Reduzierung des Prüf- und Dokumentationsaufwands 
  • Stärkerer Fokus auf wesentliche, steuerungsrelevante Aktivitäten 
  • Bessere Priorisierung von Ressourcen im ESG- und Finance-Bereich 

Damit folgt die EU einem praxisnahen Ansatz, der bereits aus anderen Regulierungsbereichen (z. B. CSRD) bekannt ist. 

Überarbeitung der Artikel-8-Reporting-Templates 

Neben dem Materialitätsprinzip sieht die Verordnung auch eine strukturelle Überarbeitung der Artikel-8-Templates vor. 

Ziel der Anpassung 

  • Verkürzung und Vereinfachung der Templates 
  • Klarere Struktur der Offenlegungspflichten 
  • Reduktion redundanter Angaben 

Für Unternehmen bedeutet dies eine übersichtlichere Berichtslogik und eine leichtere Integration in bestehende Reporting- und Systemlandschaften. 

Präzisierungen bei technischen Bewertungskriterien (DNSH) 

Ein weiterer Fokus der Delegierten Verordnung liegt auf der Präzisierung technischer Bewertungskriterien, insbesondere im Zusammenhang mit dem „Do No Significant Harm“-Prinzip (DNSH)

Betroffene Bereiche 

Klarstellungen betreffen unter anderem das Umweltziel der 
„Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung“

Diese Präzisierungen sollen Auslegungsspielräume reduzieren und zu einer einheitlicheren Anwendung der Taxonomie in der Praxis beitragen. 

INSIRE-Einschätzung: Jetzt Strukturen und Prozesse überprüfen 

Auch wenn die neuen Regelungen Entlastungen bringen, bleibt die EU-Taxonomie ein anspruchsvolles Regelwerk. Das Materialitätsprinzip erfordert weiterhin eine saubere Herleitung, Dokumentation und Governance, um gegenüber Prüfern und Aufsichtsbehörden belastbar zu bleiben. 

INSIRE unterstützt Unternehmen dabei, 

  • die neuen Anforderungen richtig einzuordnen, 
  • Materialitätsentscheidungen fachlich fundiert abzuleiten, 
  • Taxonomie-Reporting effizient in bestehende ESG- und Finance-Prozesse zu integrieren. 

Sie möchten wissen, wie sich die Änderungen konkret auf Ihr Taxonomie-Reporting auswirken?  Sprechen Sie uns gerne an – wir begleiten Sie von der Analyse bis zur operativen Umsetzung. 

Erfahren Sie hier mehr über Sustainability ESG

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